Der FASCHINGS-UMZUG in Dirlewang
 am Sonntag, den 24.01.2010

Es kamen 52 Vereins-Umzugsgruppen und ungefähr 5–6000 Zuschauer.

Alle feierten mit Schlachtrufen, Schunkeln und Singen mit. Die Stimmung war enorm. Alles drängte sich dicht am Geschehen und beteiligte sich nach dem Umzug weiter beim großen Narrentreiben im Dorf. In der Turnhalle versammelten sich später die Faschingsvereine und Gäste zum großen Narrencup.

Die Erinnerungen an das närrische Treiben in Dirlewang reichen weit zurück bis ins letzte Jahrhundert - so weit dass der eigentliche Ursprung des Dirlewanger Faschings schon gar nicht mehr genau datiert werden kann. Die ersten bildlichen Dokumente jedenfalls stammen vom Umzug aus dem Jahre 1902. Schon damals zog man auf holprigen Straßen durchs Dorf, um das ein oder andere Ereignis des Jahres auf die Schippe zu nehmen.

Am 27. Februar 1966 unter dem ersten Präsidenten Max Schuster wurden alle närrischen Aktivitäten unter ein gemeinsames Dach gestellt: der Verein war geboren. Als erster Oberhofmarschall ging Dieter Ramsch in die Geschichte ein. 1967 wurde in einer Nacht- und Wirtshausaktion kurzerhand ein Prinzenpaar bestimmt. Eine Garde gab es zu diesem Zeitpunkt nicht.

Erst zwei Jahre später, im Jahr 1969, erhielt der Faschingsverein seinen heutigen Namen „Narrwangia“ unter dem ersten Präsidenten Max Schuster.

1999 konnte das erste große Jubiläum gefeiert werden: ein Jubiläumsball, eine Ausstellung und ein großer Gaudiwurm zog durch die Straßen des Unterallgäuer Ortes.

2005 wurde aus den „Dirlewanger Mindelfunken“ die offizielle Minigarde des Vereins. Mit quirligen Einlagen und tollen Märschen begeistern sie das närrische Publikum.

2009 übergab Michael Bauer die Führungsriege an seinen Bruder Bernd. 50 aktive Mitglieder zählt die Narrwangia im Jubiläumsjahr. Diese sind in Elferrat, Komitee und Garde organisiert, allesamt damit beschäftigt das zweite große Jubiläum vorzubereiten und gebührend zu feiern.

Auszug aus der Geschichte des närrischen Völkchens aus dem Mindeltal von Sabine Adelwarth